Montag, 18. Dezember 2017

FROHE WEIHNACHTEN! MERRY CHRISTMAS!!!





EIN WUNDERSCHÖNES FEST
FÜR ALLE MEINE KUNDEN & FREUNDE!!!

MERRY CHRISTMAS
TO ALL MY CUSTOMERS & FRIENDS!!!



Gitta Landgraf-Hausmann


Im Kreis meiner Lieben –
von Alltag und Hektik nicht länger getrieben –
entzünde ich heute des Advents strahlend Licht,
das uns allen „hohe Zeiten“ verspricht.

Mögen erstrahlen die Lichter der Kerzen,
erfüllen voll Wärme - beunruhigte Herzen,
mögen uns schenken Entspannung und Frieden,
die ganz nötig wir brauchen auf Erden, hienieden.

©Gitta Landgraf-Hausmann, Wien, 2006-12-02


Schnee
  
Im Schweigen
verharrend,
hörst du
der Flocken
Gewisper.
Bestaunst
die
Vielfalt
der
Sprachen
der
Stille.


©Gitta Landgraf-Hausmann, 2006-11-21

Weihnachtsfrieden


Lasst herein den Weihnachtsfrieden,
mög er über Hektik siegen.
Soll für heute Ziel uns sein,
Friede möge hier gedeihen,
schenken Rast uns, Ruh der Herzen,
wenn wir blicken auf die Kerzen.
Lasst herein den Weihnachtsfrieden,
mög er uns in Armen wiegen.


©Gitta Landgraf-Hausmann, 2006-11-07



 


 


Mittwoch, 6. Dezember 2017

WEIHNACHTLICHES....



VINTAGE-MODESCHMUCK & WEIHNACHTLICHES



FLUORIT-KETTE, 

Anhänger Messing, Schmuckstein, Provenience Nordafrika

Magnetschließe, neu gefädelt  Euro 160,--

 
"Frosted flowers" Acryl/Leinen, 50 x 70 cm

Ich freue mich auf Ihren/Deinen Besuch!
Mit herzlichen Grüßen!
ART FOR SALE! Gitta Landgraf-Hausmann
+43 0664 - 322 93 30
 

gitta.landgraf@gmail.com     artforsale.wien@gmail.com   

www.artforsale.wien



Montag, 4. Dezember 2017

"Süßer die Geigen nie klingen" 2. Weihnachtsgeschichte



Süßer die Geigen nie klingen....

 




Friedvolle Stille lag an diesem Heiligabend über dem verschneiten Tal. Es erstreckte sich zwischen gewaltigen Bergen, die bis weit hinauf von mächtigen Fichtenwäldern bedeckt waren, bevor der Schnee in ewiges Eis überging.
Die Nächte zuvor waren sturmdurchtobt, so dass man wahrlich annehmen konnte, die wilde Jagd sei zu dieser Zeit wieder unterwegs. Mensch und Tier duckten sich in abergläubischer Furcht, da in den finsteren Winternächten all die bösen und Unheil bringenden Mächte unterwegs waren. Und so mancher schlug vorsichtshalber ein Kreuz, um den Schutz des Herrn für Mensch und Tier zu erbitten.
Jetzt allerdings zeigte der wolkenlose, samtblaue, von Sternen übersäte Nachthimmel am Horizont einen breiten silbrigen Streifen, der die friedliche daliegende Landschaft erkennen ließ. Die von den Schneemassen beinahe begrabenen Häuser waren nur an den erhellten Fenstern auszumachen, oder an der Rauchfahne, die steil aus dem Kamin aufstieg.
Der Weihnachtsabend war angebrochen, und die Menschen hatten sich bereits in ihren Häusern zusammengefunden, um dies zu feiern.
In einem Häuschen, das ein wenig abseits stand, war der alte André jedoch noch emsig am Werk. Heute war es endlich soweit. Und er summte und brummte bei diesem Gedanken fröhlich vor sich hin.
Der schwere, große Holztisch in der Stube des Geigenbauers war zur Feier des Tages mit einem weißen Tuch und Tannenreisig festlich geschmückt. Ein dunkelgrüner mit Wasser gefüllter Krug stand neben dem bescheidenen Mahl. Ein rotbackiger Apfel, den André zuvor sorgfältig mit dem Jackenärmel poliert hatte, lag daneben und wartete darauf, verspeist zu werden.
André war schon an die siebzig Jahre alt und hatte nie Wert auf üppige Nahrung gelegt. Selbst bei den mehrgängigen Festmahlen, die in der Weihnachtszeit und zu Jahresbeginn üblich sind,  hatte er nie mitgeschlemmt. Wahrscheinlich war er aber gerade wegen seines Maßhaltens so kerngesund geblieben und noch immer rüstig unterwegs.
Noch immer summte er fröhlich vor sich hin
Er hatte in seinem Leben schon viele, viele Geigen gebaut, die auch von berühmten Künstlern gespielt worden waren. Aber insgeheim hatte er immer davon geträumt, etwas ganz besonderes zu schaffen.
Eine ganz besondere Geige zu bauen.
Und das hatte er jetzt endlich getan.
Er hielt es nicht länger aus und durchmaß hastig den mit Holz getäfelten Raum, der ihm zugleich als Arbeits- und Wohnzimmer diente. Hier roch es stets nach duftenden Fichten- und Ahornhölzern, Leim und zitronengelbem Collophonium. Materialien, die er für den Bau seiner Geigen benötigte.
In einer Ecke der Stube pendelten an einem Draht etliche Stege, die langsam vor sich hintrockneten; darauf warteten, großen Einfluss auf Klangstärke und Klangfarbe der zukünftigen Violinen zu haben.
Die Kunst des Geigenbauens hatte er von seinem Vater erlernt, der selbst auf eine Reihe von Vorfahren zurückblicken konnte, die diese Tätigkeit ausübten. Und auch André selbst hatte einen Sohn, der ebenfalls Geigenbauer war, die Tradition fortsetzte und mit seiner Familie nur wenige Häuser weiter lebte.
Wunderschöne Violinen und Celli erschuf Andrés Familie durch all die Jahrhunderte hindurch und veränderte dabei die traditionellen Formen bis zum heutigen Tage nicht.
Aufgeregt beugte sich André jetzt über einen etwas abseits stehenden Tisch. Auf dem lag eine Geige, die für einen Erwachsenen viel zu klein war. Viel eher für Kinderhände geschaffen schien.
Andrés Augen leuchteten auf, als er sein Meisterwerk nochmals aufmerksam betrachtete.
Länger als zwölf Stunden hatte er ängstlich darauf geachtet, kein bisschen Staub zu verursachen. Er hatte darauf gewartet, dass der sorgfältig, Schicht für Schicht aufgetragene Lack endgültig trocknete. Ansonsten wären nämlich seine Fingerabdrücke bei der geringsten Berührung des Instrumentes sichtbar geblieben und hätten alles verdorben.
Die Oberfläche war jedoch makellos glatt gelungen und glänzte nun feuriggolden im Schein des offenen Feuers, das im Kamin leise vor sich hin gloste.
Zärtlich strichen Andrés schwere Hände, deren Daumen von der schwierigen Arbeit deformiert waren, über das Instrument. Beinahe hatte er Angst vor dieser Berührung, denn auch seine Finger und Handballen waren durch den Gebrauch von Schnitzer und Hohleisen rau und rissig geworden. Schienen nicht geeignet, Empfindliches zu streicheln.
Traurig betrachtete er seine Hände.
Einerseits hatten sie so viel Schönes geschaffen. Andererseits hatten sie ihm aber auch verwehrt, das zu werden, wovon er als Junge geträumt hatte.
Geigenvirtuose wollte er sein.
Durch die Welt reisen.
Und den Menschen mit seiner Musik Freude bereiten.
Er seufzte tief auf.
Das Talent dazu wäre schon vorhanden gewesen. Aber das Leben hatte eben andere Pläne mit ihm gehabt.
Lange Zeit hatte er mit seinem Schicksal gehadert. Aber seit vor acht Jahren seine kleine Enkelin geboren worden war, hatte er sich damit abgefunden. Und als ersichtlich wurde, dass dieses Kind das absolute Gehör und eine unglaubliche Liebe zur Musik entwickelte, war die Freude endgültig in sein Leben zurückgekehrt.
Er hatte begonnen, Jacqueline sein nicht unbeträchtliches Wissen zu vermitteln und sie zu unterrichten. Und sie war eine gelehrige Schülerin geworden.
Noch immer fröhlich vor sich hinsummend, zog er einen Sessel heran. Machte sich daran, die Geige mit Gold durchzogenen Darmsaiten zu beziehen, die er vorher sorgfältig mit Alkohol gereinigt hatte. Dann bespannte er den Geigenbogen mit den weißen Haaren vom Schweif eines Hengstes und präparierte sie mit Collophonium. Er stimmte das Instrument sorgfältig; wandte dabei all seine kleinen Tricks an, die er sich im Laufe eines langen Lebens angeeignet hatte.
Schließlich sank er erschöpft, aber sehr zufrieden für einen kurzen Augenblick in sich zusammen – um aber sogleich wieder auf zu springen.
Schon lange hatte er für diesen großen Augenblick ein  Blau schimmerndes Samttuch vorbereitet, das einst Jacquelines Großmutter besonders gerne getragen hatte. Darauf legte er jetzt vorsichtig, beinahe zärtlich, die von ihm erschaffene Geige und hüllte sie sorgfältig ein.
Er nahm seinen dicht gewebten Überwurf vom Haken, zog eine warme Mütze tief über Stirn und Ohren, packte einen zuvor schon bereitgestellten Geigenkasten mit der linken Hand und klemmte das blausamtene Paket vorsichtig unter den rechten Arm.
Die Kälte schlug ihm klirrend entgegen, als er die Tür öffnete und ins Freie trat. Aber heute kümmerte ihn das wenig, und er schritt zügig aus. Sein Ziel war das talwärts gelegene Haus des Sohnes.
Auf sein Klopfen hin öffnete ihm die kleine Jacqueline und versuchte sogleich, ihn stürmisch zu umarmen. Was aber infolge ihrer geringen Größe, des Geigenkastens und eines geheimnisvollen, blauverhüllten Paketes etwas schwieriger ausfiel als erwartet.
"Großvater, wo warst du denn so lange?  's Christkindli war schon da! Hat nimmer länger warten können!", teilte sie ihm aufgeregt mit. Zog ihn in die gute Stube.
Dort war die Familie bereits um einen vor brennenden Kerzen strahlenden Baum versammelt und wollte anscheinend soeben nachsehen, was das Christkindli so alles beschert hatte.
"Ein wenig spät!", knurrte der Sohn des Geigenbauers verärgert. Und auch seine Frau blickte nicht sehr freundlich.
"Nichts für ungut!", beschwichtigte der Alte.
" 's wird schon seinen Grund haben", fügte er noch geheimnisvoll lächelnd hinzu.
Legte das sorgfältig gehütete Paket unter den Baum.
Sah dabei seine Enkelin an.
Erst dann nahm er Hut und Umhang ab. Warf sie, entgegen seiner sonstigen Gewohnheit, unachtsam über einen Stuhl und öffnete mit vor gespannter Erwartung zitternden, noch von der Kälte steifen Fingern seinen eigenen Geigenkasten.
Er nahm seine eigene Geige heraus, klemmte sie zwischen Kinn und Schulter und führte den Bogen probeweise über die Saiten.
Sein Sohn blickte ihn erstaunt an und warf dann einen nachdenklichen Blick auf das kleine, blaue Paket, das der Vater mitgebracht hatte. Drehte sich in plötzlichem Verstehen um, nahm nach kurzer Überlegung eine Geige zur Hand, die anscheinend in einer Vitrine einen Ehrenplatz hatte.
Vorsichtig! Sehr vorsichtig!
Verständlich wenn man weiß, dass es eines der Instrumente war, die vor langer, langer Zeit einer seiner Vorfahren erschaffen hatte.
Er stimmte vorsichtig in das Spiel des Vaters ein, der bereits die Augen geschlossen hielt, um sich besser konzentrieren zu können. Denn allzu lange hatte André aus Verbitterung, aber auch aus Zeitmangel nicht mehr gespielt. Hatte nur ab und zu einem Instrument einige wenige Töne entlockt, um dessen Schwächen oder Fehler, manches Mal auch Stärken aufzudecken.
Jacqueline beobachtete die beiden erstaunt.
Dann überzog ein unglaubliches Strahlen das kleine Gesichtchen, das vor freudigem Schreck zuerst weiß und dann puterrot geworden war.
Sie fiel vor dem geheimnisvollen, in blauen Samt gehüllten Paket auf die Knie. Entfernte vorsichtig die Hülle und kniete einen Moment lang sprachlos auf dem Boden, ohne sich zu bewegen.
"Na, so nimm sie doch schon", lachten ihr Vater und der alte André gleichzeitig auf.
Sie hatten beide schon längst ihr Spiel unterbrochen, um Jacqueline zu beobachten.
Da griff das Mädchen ganz vorsichtig nach dem Instrument, das extra für ihre kleinen Hände gebaut worden war. Mit andächtigen Bewegungen hob sie es ans Kinn, neigte der Geige liebevoll den Kopf entgegen und wandte sich dem Großvater mit strahlenden Augen zu.
Sie zögerte nur noch einen kurzen Augenblick. Dann holte sie tief Luft und ließ das Instrument in derartiger Freude und Fröhlichkeit aufjubeln, dass nicht nur dem alten André Tränen der Ergriffenheit in den Augen standen.
Eine ganze Weile lauschten die Erwachsenen dem Spiel des kleinen Mädchens, und die Gewissheit wuchs in ihnen, dass hier ein begnadetes Wesen schon jetzt seine Bestimmung gefunden hatte.
Schließlich ließ Jacqueline einen Ton endlos lange und quälend schön ausklingen; setzte den Bogen ganz zart ab, und ihre entrückten Augen kehrten nur allmählich, beinahe widerwillig, in die Gegenwart zurück.
"Danke, Großvater!" flüsterte das Mädchen leise. Und spielte für ihre Lieben all die Lieder, die uns die Weihnachtszeit beschert.

©by Gitta Landgraf-Hausmann

Aus meinem EBOOK 

"KEINE ANGST VOR WEIHNACHTEN"

www.artforsale.wien